1. KAPITEL
Der luxuriöse Barhocker im Diamond Club erzählte eine tragische Geschichte, denn der Mann, der früher auf ihm gesessen hatte, lebte nicht mehr. Dem exklusivsten Club des Globus gehörten nur neun der reichsten Männer der Welt an – und eine Frau.
Jetzt konnte sie den freien Barhocker neben Dionysus Katrakis für sich beanspruchen. Sie zählte zur Superelite, der im Diamond Club eine ganze Bar vorbehalten war. Ich bin jetzt eine von ihnen. Doch sie würde nie wirklich dazugehören.
Ihr Leben hatte sich für immer verändert. Die Zukunft, die sie und Theseus sich ausgemalt hatten, gab es nicht mehr. Ihr Glück war zerstört. Ariadne Katrakis blinzelte mühsam die Tränen zurück, nahm auf dem luxuriösen Barhocker neben ihrem Schwager Platz und betrachtete sein Profil.
Stolz. Arrogant. Vertraut. Er glich ihrem Ehemann bis aufs Haar und war mit dem markanten Kinn, der aristokratischen Nase, den buschigen Augenbrauen und der bronzefarben getönten Haut umwerfend attraktiv.
Die schwarzen Haare, die er etwas länger als sein verstorbener Zwillingsbruder trug, als wäre eine Frau gerade mit den Fingern hindurchgefahren. Ob absichtlich oder nicht, konnte man bei Dionysus nie sagen.
Ihr Schwager war völlig anders als ihr Mann: ein egoistischer und unberechenbarer Genussmensch, der trotzdem furchtbar sympathisch und anziehend war. Das war ihre wahre Tragödie. In seiner Gesellschaft hatte sie – wie vermutlich jede Frau – immer das Gefühl gehabt, in Wärme eingehüllt zu sein. Sie räusperte sich. „Es ist vollbracht.“
Er wandte sich ihr zu. Ja, er sah Theseus verblüffend ähnlich – und wirkte dennoch völlig anders. Ihr Mann hatte eine bedrückende Bürde auf den Schultern getragen. In seiner Miene hatte sich eine gewisse Strenge und Härte widergespiegelt, während Dionysus viel lebhafter war. Ihm waren die Gefühle am Gesicht abzulesen. Das hatte sie schon immer fasziniert.
„Dann hast du also im Blut von Jungfrauen gebadet und alle erforderlichen rituellen Opfer gebracht.“ Er lächelte.
Aber sie sah ihm seinen Kummer und die Erschöpfung an. „Alles, was ich bekommen habe, war das Blut einer sehr müden Taube und eines rituell geopferten Meerschweinchens. War das frauenfeindlich?“
„Ich glaube, das nennt man Pink Tax – den Preisaufschlag, den Frauen bei gleichwertigen Produkten gegenüber Männern bezahlen müssen.“ Er kippte den restlichen Macallan hinunter – den weltweit teuersten Whisky aus Schottland. „Ein Drink? Sie müssen dir jetzt alles besorgen, was du willst. Du bist Mitglied.“
„Ja.“
„Ich entschuldige mich für alles, was mein Vater nach der Beerdigung zu dir gesagt hat.“
„Hast du es gehört?“ Die Farce von Beerdigung hatte die Menschen nicht eingeschlossen, die Theseus wirklich etwas bedeutet hatten. Niemand hatte auch nur ein wahrhaftiges oder tief empfundenes Wort über ihn gesagt.
Dionysus klopfte mit dem Glas auf die Theke. Der Barkeeper erschien wie aus dem Nichts, schenkte ihm noch einen Whisky ein und sah Ariadne erwartungsvoll an.
„Nur etwas Mineralwasser, bitte.“
„Ich musste seine Worte nicht hören“, antwortete Dionysus, während ihr ein Glas Mineralwasser serviert wurde. „Ich kann mir genau vorstellen, was er gesagt hat. Er wird mit dir um das Geld kämpfen.“
„Er meinte, du solltest mit mir darum kämpfen.“
„Weil ich so verarmt bin?“
„Ich bin jetzt ein bisschen reicher als du“, entgegnete sie.
„Erstaunlich, was das jahrhundertelange Horten von Reichtum anrichten kann. Aber diese Situation ist allein das Werk meines Vaters, der beschlossen hat, Theseus bei seiner Heirat mit dir das Imperium zu schenken.“
„Unter einer Bedingung, wie du weißt. Das sollte erst endgültig sein, wenn Theseus einen Erben gezeugt haben würde. Aber du hast nicht gehört …“ Sie ballte die Fäuste. „Ich bin schwanger.“
„‚Schwanger‘?“
Bildete sie sich nur ein, dass er schockiert war? Ihre Schwangerschaft sollte eine gute Nachricht für alle sein. Ein Teil von Theseus würde weiterleben. Die näheren Umstände musste sie verschweigen.
Wenn die Wahrheit ans Licht kommen würde, könnte sein Vater das Kind immer noch enterben – was Theseus um jeden Preis hatte vermeiden wollen. Er hatte sein ganzes Leben darauf ausgerichtet, dass sie beide gemeinsam das Familienunternehmen leiten und das Erbe an ihre Kinder weitergeben konnten. Allerdings würden sie ihre Kinder völlig anders erziehen, als er erzogen worden war.
Sie hatte ihm hoch und heilig versprochen, nichts zu tun, was die Erbschaft jetzt noch gefährden könnte. Erneut kämpfte sie gegen die aufsteigenden Tränen an. Ihre Ehe war zwar unkonventionell gewesen, und gelegentlich hatten sie zu kämpfen gehabt. Doch meistens hatte er ihr ein erfülltes Leben voller Liebe und Lachen geschenkt. Jetzt fühlte es sich trostlos an. Aber sie musste stark sein und an das Baby denken.
„Ich nehme an, du hast meinem Vater gesagt, dass du schwanger bist?“
„Natürlich. Ich trage seinen kostbaren Erben in mir. Du weißt, wie sehr er Theseus bevorzugt hat.“ Es gab keinen Grund, irgendetwas zu beschönigen. Zudem glaubte sie auch nicht, dass sie Dionysus’ Gefühle verletzen könnte. Jedenfalls nicht mehr. Ihre derzeitige Beziehung zu ihrem Schwager könnte man bestenfalls als ungut bezeichnen.
Doch ihre Beziehung basierte auf einer fast lebenslangen Freundschaft. Als Zehnjährige hatte sie die zwölfjährigen Zwillinge kennengelernt. Immer, wenn ihre Familien die Sommer auf der Insel verbracht hatten, hatten sie und die Jungs wie eine verschworene Gemeinschaft zusammengehalten.
Sie hatte sich zu Theseus’ ruhiger, ernster Art hingezogen gefühlt, der sie mit seinem schlitzohrigen Witz zum Lachen gebracht hatte. Menschen, die ihm nicht nahe genug gestanden hatten, war dieser tiefgründige Humor oft entgangen. Er hatte ihr wirklich zugehört und wie niemand sonst das Gefühl vermittelt, verstanden zu werden.
Dionysus hingegen hatte wie ein Blitz eingeschlagen. Sie hatte nur zusehen und hoffen können, dass sie beide nicht durch die Nachwirkungen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Seine frechen Heldentaten hatten ihm ein heiteres Vergnügen bereitet und ihr – wenn auch nur aus der Ferne – ein bisschen Spaß gemacht.
Sie hatte erst erkannt, dass sein Verhalten nicht nur rücksichtslos, sondern gefährlich war, nachdem auf der Party zu ihrem achtzehnten Geburtstag alles aus dem Ruder gelaufen und ihre Freundschaft in die Brüche gegangen war.
Zehn Jahre später lag all das hinter ihnen. Ihre lange Freundschaft war wichtiger als einige sehr heikle Momente im Lauf der Zeit. Sie waren durch tiefere Dinge miteinander verbunden.
Die Zwillinge waren ohne einander dem Zorn ihres Vaters schutzlos ausgeliefert gewesen. Patrocles Katrakis, ein erzkonservativer griechischer Patriarch, hatte eine grausame Ader und hohe Erwartungen an seine Söhne. Besonders an den drei Minuten früher geborenen Theseus, der die milliardenschwere Reederei übernehmen sollte.
Denn das Erbe, das Patrocles aufgebaut hatte, war das Wichtigste für ihn. Seine Söhne waren die reichsten Zwillinge der Welt. Ein Beweis für seine Männlichkeit und Macht. Er hatte Theseus nach seinen Vorstellungen formen wollen und vor allem ihn seinen Zorn und seine Unvernunft spüren lassen.
Als seine Ehefrau hatte Ariadne ihren Teil des Drucks abbekommen. Theseus’ Stärken lagen nicht in der Organisation, Verwaltung oder im Finanzwesen, das James zu managen begonnen hatte. Dafür hatte er gut und teilnahmsvoll mit Menschen umgehen können, was sein Vater geringschätzte.
Aber sie hatten einander ergänzt und bei der Leitung des Unternehmens gute Arbeit geleistet. Natürlich spielte Patrocles ihre Rolle im Unternehmen herunter. Doch das war ihr egal.
Zum Glück hatte James in den letzten Wochen die Geschicke von Katrakis Shipping geleitet. Das erschien in vielerlei Hinsicht unfair. Doch er hatte zu ihr gesagt, dass er sich auf diese Weise privat kümmern konnte, weil es ihm in der Öffentlichkeit nicht möglich war. Ariadne hatte seine Hilfe dringend gebraucht.
„Ich weiß, dass mein Vater meinen Bruder bevorzugt hat – und du weißt vermutlich, dass diese Bevorzugung immer vergiftet war“, meinte Dionysus.
„Ja. Dein Vater hat mich als Theseus’ Frau akzeptiert.“
Er lachte auf. „Dessen bin ich mir bewusst. Trotzdem war er die ganze Zeit über furchtbar hart zu dir, nicht wahr?“
Sie wandte den Blick ab. In den letzten Tagen hatte sie sich nicht wohl und innerlich leer gefühlt. Sie musste den Stress in den Griff bekommen. Nach Theseus’ Unfall war sie erst wie betäubt gewesen und dann wütend geworden.
Wie konnte die Welt nur so grausam sein? Durch die Geburt ihres gemeinsamen Kindes hätte sich für Theseus endlich alles verändert. Aber ihre emotionale Erschöpfung hatte sich in körperliche Schmerzen verwandelt, die sie misstrauisch machten.
„Dein Vater will nicht, dass ich die Kontrolle über das Unternehmen habe und den ganzen Reichtum verwalte. Zu seinem Leidwesen kann er nichts tun.“
„Du bist mir nie als jemand aufgefallen, der sich allzu sehr um Geld kümmert, Ariadne.“
Das tat sie auch nicht. Natürlich kannte sie ein Leben ohne Geld nicht und wusste nicht, wie es funktionierte. Aber sie wusste, wie man arbeitete. Dabei war von Bedeutung, dass Theseus’ Vermächtnis in Form ihres Kindes weiterleben sollte. Zudem könnte sie einen Teil des Geldes für eine Sache verwenden, von der sie wusste, dass Theseus sie unterstützen wollte.
Denn es gab da draußen Kinder wie ihn, die ein Leben im Schatten führten und nicht sie selbst sein konnten. Für diese Kinder würde sie sich einsetzen. Vielleicht konnte sie die Erinnerung an Theseus nutzen, um die Welt ein bisschen besser zu machen. Was war der Sinn des Geldes, wenn sie damit nichts bewirken konnte?
„Wusste Theseus, dass du schwanger warst?“
„Ja. Wir haben es zwei Tage vor seinem Tod erfahren.“ Er war wie sie sehr glücklich, aufgeregt und erleichtert gewesen.
„Was für ein Glück für dich, dass du es geschafft hast, kurz vor seinem Tod schwanger zu werden.“
Sie zuckte zusammen. Das stimmte. Die Reederei würde sonst nicht unter ihrer Aufsicht stehen und das Geld der Katrakis’ nicht an sie gehen. Aber das wäre keine Tragödie. Die Tragödie war, dass sie Theseus verloren hatte. „Du kennst mich besser und solltest wissen, dass ich deinen Bruder geliebt habe.“
„Tut mir leid“, sagte er ungewöhnlich zerknirscht. „Das hast du nicht verdient. Das Geld gehört dir, Ariadne. Mein Vater hat kein Recht, es dir wegzunehmen.“
„Ich werde es verwalten. Es wird unserem Kind gehören.“
„Du wirst das Unternehmen weiterhin leiten und deine Stellung im Diamond Club behalten, bis mein Neffe oder meine Nichte volljährig werden.“
Seine Stimme klang jetzt hart. Sich ihn als liebevollen Onkel vorzustellen, fiel ihr schwer. Genauso wie sich auszumalen, dass er etwas anderes tat, als flapsige Bemerkungen zu machen und sich dem Exzess hinzugeben. Was sie in ihrer Jugend amüsiert hatte, hatte sich in etwas Gefährliches und Beängstigendes verwandelt, seitdem sie erwachsen waren.
Dionysus war schon immer unersättlich und hatte mit seinen Eroberungen geprahlt. Er war auf eigene Faust losgezogen und hatte unabhängig vom Familiennamen ein Vermögen gemacht. Theseus dagegen hatte sich in Anbetracht der Strenge ihres Vaters immer stärker abgekapselt und gesagt, dass er seinen Zwillingsbruder manchmal beneidete.
Wahrscheinlich hatte Dionysus den Überblick verloren, mit wie vielen Frauen er schon ins Bett gegangen war – manchmal sogar nur an einem einzigen Wochenende. Auch eine achtundvierzigstündige Orgie schien genau sein Ding zu sein. Er war ein Wüstling.
Vielleicht war sie verbittert, weil er keine Ahnung zu haben schien. Mit seiner Art zu leben mochte er seinem Vater die kalte Schulter zeigen. Aber er hatte sich auch gegenüber seinem Bruder verächtlich benommen – ob er es gewollt hatte oder nicht. Als Zweitgeborener war er frei.
Natürlich hätte Theseus seinem Vater schon viel früher als geplant die Stirn bieten können. Er war dazu entschlossen gewesen, hatte jedoch warten wollen, bis sie ein Kind hatten, bevor er irgendwelche drastischen öffentlichen Schritte unternahm. Damit vorher das Erbe gesichert war. „Nun, angesichts der rituellen Opfer möchte ich meine Position im Club behalten.“
„Ja, natürlich.“ Er lachte leise. „Warum solltest du das auch alles aufgeben?“
„Das Unternehmen hat für mich eine große Bedeutung – auch wenn du es vielleicht nicht verstehst. Ich kenne die Menschen dort. Sie sind auf uns angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Unter Theseus’ Leitung wurden die Mitarbeitergehälter erhöht und die Sozialleistungen verbessert. Darauf möchte ich aufbauen. Ich kenne das Unternehmen in- und auswendig. Wir waren ein Team.“
„Es ist ein Schock, wie plötzlich er ums Leben gekommen ist.“
„Er war gerade auf dem Weg zurück ins Büro, um irgendwelche Unterlagen zu holen, als er von einem betrunkenen Autofahrer angefahren wurde. Er ist nicht zu schnell gefahren. Bis zum Ende hat er sich um seine Verpflichtungen gekümmert.“
„Was für eine Verschwendung. Ich dachte immer, dass es mich erwischt, wenn einer von uns beiden jung stirbt.“
„Du hättest es sicherlich verdient.“ Bin ich zu weit gegangen? Doch er lächelte sie reuevoll an und schien eher amüsiert als wütend zu sein. Allerdings war seine Stimmung immer nur schwer einzuschätzen.
Früher einmal, als sie Freunde gewesen waren, hatte sie ihn wirklich gekannt. Seit einem Jahrzehnt waren sie angeheiratete Verwandte, hatten sich gelegentlich zum Abendessen oder an Feiertagen getroffen und einander geneckt. Jetzt nahm sie wahr, wie weh es tat, dass sie einander fremd geworden waren. Denn Theseus war nicht mehr am Leben.
„Das stimmt.“
„Und doch hast du auch dein eigenes riesiges Unternehmen aufgebaut. Wenn dir nichts wirklich wichtig wäre – sogar dein eigenes Leben nicht –, warum hättest du das tun sollen?“
„Du unterschätzt, wie sehr ich meinem Vater beweisen wollte, aus dem Nichts etwas schaffen zu können. Er konnte nur Vermögen, das Generationen vor ihm bereits angehäuft hatten, weiter vermehren. Ich will nicht schmälern, was Theseus oder du für das Unternehmen bewerkstelligt haben. Aber mein Vater ist unverhältnismäßig stolz auf das bisschen Arbeit, das er geleistet hat.“
Das ergab auf eine kranke Art und Weise einen Sinn. „Er würde auch unverhältnismäßig stolz darauf sein, mir das Unternehmen wieder wegzunehmen, wenn wir die komplizierten Erbschaftsbedingungen nicht erfüllen.“
„Ja.“
„Dann würde er die Reederei automatisieren und möglichst viele Angestellte loswerden wollen.“
„Ein Unternehmen ist keine Wohltätigkeitsorganisation“, betonte Dionysus.
„Führst du dein Unternehmen mit derselben Rücksichtslosigkeit wie dein Vater?“
Er lachte. „Das würde voraussetzen, dass es mir wichtig wäre, reich zu sein. Aber ich habe, was ich will. Ein Portfolio erfolgreicher und lukrativer Unternehmen, die von Autodiensten bis hin zur Lieferung von Lebensmitteln die ganze Bandbreite praktischer Lieferdienste abdecken. Ich mache mir zunutze, dass die Menschen für ihre Bequemlichkeit Geld bezahlen – und dadurch wird wiederum mein Leben bequemer. Ich kann tun, was ich will.“
Aus irgendeinem Grund kam Ariadne das seltsam vor. Er konnte tun, was er wollte. Sie hatte einen großen Teil ihres Lebens der Freundschaft mit Theseus gewidmet und besaß jetzt so viel Geld. Dennoch war sie nicht wirklich zufrieden gewesen – auch wenn sie es gehofft hatte.
Plötzlich spürte sie, wie sich ihr Unterleib verkrampfte, und presste die Hand auf ihren Bauch.
Er hielt sie am Arm fest. „Was ist los?“, fragte er eindringlich.
„Nichts.“ Seit ein paar Tagen hatte sie diese seltsamen Phantomschmerzen. Aber ihre Ärztin hatte gesagt, dass kein Grund zur Sorge bestand. Denn die Schmerzen waren nicht stärker geworden. Zudem hatte sie keine Blutung gehabt.
„Ich werde einfach …“ Sie stand auf und spürte, wie ein Schwall warmer Flüssigkeit aus ihrem Körper strömte. Ihr war schwindelig. Plötzlich hatte sie heftige Schmerzen.
Nein. Davor, auch noch das Baby zu verlieren, hatte sie sich am meisten gefürchtet, als sie vor ein paar Tagen den lähmenden Schock über Theseus’ Verlust überwunden und die Schmerzen gespürt hatte.
Das Letzte, was sie sah, war Dionysus, der sie in seine starken Arme nahm. Dann wurde sie ohnmächtig.